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Auslandstierschutz

Warum ich mich für den Auslandstierschutz einsetze!!

Warum Auslandstierschutz!Unzählige Tiere werden quer durch Europa gekarrt, damit sie geschlachtet, zu Schnitzeln, Braten oder sonstigem verarbeitet werden können. Amerikanische Steaks, (kranke) Stopfleber, Meeresfisch, exotische Früchte aus der Südsee, Wein aus Frankreich – eigentlich erübrigt sich schon alleine deswegen jede Rechtfertigung warum man Tieren im Ausland helfen will und einigen von ihnen in unserem Land ein Zuhause sucht. Solange Tiere in sogenannten Zoos in erbärmlichen Gefängnissen noch immer ein Magnet für den Massentourismus sind, solange Tiere in Zirkussen zur menschlichen Belustigung zu völlig artfremden Verhaltensweisen gezwungen werden (von den meist furchtbaren Haltungsbedingungen ganz zu schweigen), solange gibt es keinen Erklärungsbedarf Tieren - egal wo auf dieser Welt sie leben (oder dahinvegetieren) - zu helfen. Trotzdem kann man die Gründe nicht oft genug deutlich machen, damit auch die letzten Kritiker und Schwarzmaler vielleicht doch einmal anfangen nachzudenken und sich ein klares Bild zu machen. Daher möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken aufschreiben. Seit der Diskussion und Einführung verschiedenster „Regeln“ für sogenannte Kampfhunde sind die Tierheime noch voller mit unvermittelbaren Hunden als bereits zuvor. Zahllose Staffordshire, Bullterrier und Co. sitzen hinter den Gittern österreichischer Tierheime ohne Chance auf Vermittlung. Aufgrund der bisherigen Haltung ist es oft auch für erfahrene Hundehalter kaum möglich einen dieser Hunde aufzunehmen. Die Konsequenz für die Hunde selbst ist furchtbar, zumal sie absolut unschuldig an diesem Zustand sind. Aber auch die Tierheime müssen mit den Konsequenzen umgehen. Ein nicht vermittelbarer Hund bedeutet Kosten, die jeden Tag für die Versorgung entstehen. Ein nicht vermittelbarer Hund braucht Platz, Pflege und wenigstens ein klein wenig ein Aufmerksamkeit. Ein nicht vermittelbarer Hund bringt keine Vermittlungsgebühr. So müssen die Tierheime und Tierschutzvereine die Rechnung begleichen für „Regeln“, gestreute Gerüchte und bewußt verbreitete Ressentiments, die gleichzeitig von vielen Experten vehement in Abrede gestellt werden und von jeher stark umstritten waren. Die Kosten sind ohne Ausgleich in vielen Fällen nicht zu bewältigen. Der Ausgleich über Spenden, Patenschaften und Zuwendungen des Staates/Landes ist immer schwieriger bis gar nicht mehr möglich. Und: Ein Ausgleich durch vermittelbare Tiere ist ebenfalls kaum gegeben. Vermittelbare Hunde, wie sie sich Familien, Ersthundebesitzer, aber auch die meisten anderen wünschen, sind in Österreich selten in einem Tierheim anzutreffen. Österreich ist im Grunde ein hundefreundliches Land; ein sozialer Hund, der nicht zu groß ist, landet selten in einem Tierheim und wenn, ist er meistens recht rasch vermittelt. Die Menschen holen diese Tiere aus den Tierheimen! Wir, die wir im Auslandtierschutz tätig sind, hören immer wieder den Satz: „Wir sind in den Tierheimen in unserer Umgebung leider nicht fündig geworden“. Großteils sind die Leute auf der Suche nach dem 'kleinen bis mittelgroßen, verträglichen Mischling'. Stattdessen sind die Tierheime überfüllt mit den sogenannten Kampfhunden, Schäferhunden, anderen großen Rassen, oder auch Problemhunden, die gegenüber Artgenossen oder generell anderen Tieren, manchmal auch Kindern nicht verträglich sind. Es gibt gar nicht so wenige Interessenten für Hunde, sie sind aber mit der Haltung eines solchen Hundes überfordert, trauen sich einen Alltag mit einem solchen Hund nicht zu. Das Thema warum Hunde in unseren Breiten oftmals wesentlich unsozialer sind als Hunde aus dem Ausland, möchte ich hier nur mit einem Absatz streifen. Die Hunde aus dem Ausland sind es gewohnt von Artgenossen umgeben zu sein, sich mit ihnen zu arrangieren, oft auch gemeinsam ums Überleben zu kämpfen. Sie leben oft in Rudeln, in den Tierauffangstationen könnte man sich eine Trennung gar nicht leisten, in Tötungseinrichtungen wäre es auch egal, wenn sich die Hunde gegenseitig zu Tode beißen. In Österreich ist die Einzelhundehaltung die Regel, Hunde haben oft von Welpenalter an nach der Vermittlung keinerlei Kontakt mehr zu Artgenossen, außer vielleicht an der Leine an der sie von ihren Artgenossen weggezogen werden. In Österreich ist auch in Tierheimen eine Rudelhaltung noch immer mehr die Ausnahme als die Regel. Zurück zu den Hunden im Ausland: In vielen – auch EU- –Ländern herrschen unglaubliche Bedingungen für die Tiere – und zwar nicht nur für sogenannte Kampfhunde, sondern völlig unabhängig von Rasse, Alter oder Größe: Massenlager, Massenzuchten in Käfiganlagen, Tötungsstationen, Tötungen auf offener Straße, sadistische Quälereien, Verstümmelungen, Verbrennen bei lebendigem Leib und vieles mehr. Es gibt eine unendliche Anzahl an Hunden – vom Welpen bis zum Senior –, die täglich Leid erfahren und nur ums nackte Überleben kämpfen in Ländern, in denen sie keinen Stellenwert und keine Lobby haben. Es gibt unglaublich viele Hunde im Ausland, die dem viel gesuchten 'mittelgroßen verträglichen Mischling' entsprechen und die in Österreich recht bald ein Zuhause finden würden. Das Interesse ist da. Wie sonst hätte Auslandtierschutz hierzulande überhaupt eine Chance? Nicht zuletzt deshalb ist es mittlerweile so, dass z.B. in Österreich und Deutschland auch einige Tierheime immer wieder Hunde aus dem Ausland aufnehmen. Es ist oftmals die einzige Möglichkeit über die Vermittlung der Tiere zusätzliches Geld in die Kassen zu bekommen, um die Unvermittelbaren weiterhin zu versorgen. Damit ist an 4 Fronten geholfen: Dem unvermittelbaren Hund, weil seine Grundversorgung gesichert ist, dem ausländischen Hund, der ein schönes Zuhause bekommt, den hundefreundlichen Menschen, die den Hund bekommen, den sie sich wünschen und den Tierheimen, die weiterhin in der Lage sind Tieren zu helfen. Was daran ist schlecht?Wäre die Nachfrage nicht vorhanden, dann käme auch kaum jemand auf die Idee Hunde aus anderen Ländern nach Österreich oder Deutschland zu holen. Meiner Meinung nach wäre es absolut unverständlich und von Tierliebe weit entfernt, die Hunde unter diesen Voraussetzungen nicht zu holen! Dank Internet und anderer Medien sind inzwischen wohl jedem, der sich für das Thema interessiert, die zahllosen Bilder und Berichte aus vielen Ländern über die Quälerei und den schrecklichen Umgang mit unseren vierbeinigen Freunden bekannt. Nun soll mir auch nur einer einen vernünftigen Grund nennen, warum wir einer gequälten Kreatur nicht helfen sollten - wenn wir es doch können. Warum sollen wir sein Leben nicht retten, wenn in Österreich Familien darauf warten, ihm ein gutes Zuhause zu geben? (Und nein, würde der Hund nicht kommen, würde deswegen nicht ein Unvermittelbarer eine Chance bekommen. Dann noch eher einer der billigen „Züchterwelpen“ aus einer der Zuchtanstalten jenseits der Grenze. Die Qual dahinter wird beim Anblick der „knuddeligen, süßen, kleinen Welpen“ meistens übersehen oder ignoriert. Die vielfach traurigen Folgen eines solchen Welpenkaufs bis hin zum Tod des Tieres und auch die damit verbundenen erheblichen finanziellen Aufwendungen sind noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen.) Anstatt sich immer wieder an den unseriösen Aktionen vermeintlicher Tierschützer, die Tiere ohne ausreichende Impfungen und Papiere nach Österreich holen, aufzuheizen, sollte man besser endlich einmal über die vielen Tierschützer berichten, die mit seriösem Einsatz das Leben vieler Hunde retten. Seriöse Vereine sehen ihren Schwerpunkt nicht in der Vermittlung von Hunden aus dem Ausland nach Österreich oder Deutschland, sondern in der Prävention vor Ort. Sie investieren ihre ohnehin spärlichen Gelder in Kastrationskampagnen und andere Maßnahmen, die das Leid der Tiere langfristig und nachhaltig lindern sollen. Bleibt von einer Vermittlung Geld übrig, so kommt dieses Geld den Tieren in dem Land zugute, aus dem sie kommen – es wird hier für notwendige medizinische Versorgung und sinnvolle Maßnahmen im Land investiert. Für tausende von Hunden, die bereits in einem der überfüllten Tierlager unter schrecklichsten Bedingungen auf ihren letzten Tag warten, für tausende Streuner, die bereits geboren sind und keinen Lebensraum finden, kommt die Prävention aber zu spät. Ist es ein Verbrechen, sich um diese Hunde zu kümmern, die in ihrer Heimat keinerlei Chancen auf ein Leben haben? Von artgerecht wollen wir gar nicht reden. Soll es ein Verbrechen sein diese Hunde seriös in österreichische Familien zu vermitteln, wenn der Wunsch dazu offenbar da ist? Ich denke nicht. Wichtig bei diesen Bemühungen ist nur, dass die Vereine und handelnden Personen, dies unter soliden Voraussetzungen tun. Dass sie nicht die Probleme vom Ausland nach Österreich verschieben, indem sie massenweise Hunde importieren, die hier keinen Platz oder gar keine Vermittlungschance haben und letztlich vielleicht auch noch in einem österreichischen Tierheim landen, nach dem Motto „Hauptsache gerettet“. Das soll und darf nicht passieren. Es müssen gute Pflegestellen vorhanden sein, um im Notfall auch die Hunde aufzufangen, die aus einer Vermittlung wieder zurückkommen, aus welchen Gründen auch immer. Dies kann trotz sorgfältigster Auswahl der Adoptanten vorkommen. Man kann in niemanden hineinschauen und manche Ereignisse lassen sich nicht voraussehen oder vorausplanen. Dass ausführliche Vorgespräche Pflicht sind und bei Fragen und unvorhergesehenen Problemen die Vermittler als Ansprechpartner zu Stelle sein müssen, muß eine Selbstverständlichkeit sein. Ich denke die Kritiker des Auslandstierschutzes sollten viel öfter auf den verantwortungsvollen Auslandstierschutz schauen, von manchen könnte man auch einiges lernen. Die Frage ob es grundsätzlich Sinn macht ausländische Tiere in Österreich zu vermitteln, ist längst geklärt. Denn diese Frage stellt sich keinem Tierfreund, der auch nur ein einziges Mal gesehen hat, welchen Stellenwert unsere Freunde in vielen Ländern haben und wie verzweifelt sie sich ihrem schrecklichen Schicksal ergeben. Wer über diese Qual und dieses Leid untätig hinwegsehen kann, nur weil die Hunde das Pech hatten im falschen Land geboren zu sein, der hat sein Herz am falschen Fleck. Herzliche Grüße Karin Reyl



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So lange Menschen Denken,das Tiere nicht fühlen,so lange müssen Tiere fühlen,das Menschen nicht denken !







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